Formelanzeige im Filtertest: Jede Berechnung wird auf Knopfdruck nachvollziehbar

Rechenwege gehören dorthin, wo sie angewendet werden

Der Filterintegritätstest und Lecktest an installierten Filtersystemen ist eines der anspruchsvollsten Verfahren der Reinraumqualifizierung. Die Parameter dafür werden einmal in den Stammdaten festgelegt und wirken sich anschließend auf jede Messung aus. Wer sie pflegt, muss die dahinterliegenden Formeln kennen – bisher hieß das: Spezifikation heraussuchen, Ablaufdiagramm öffnen, Werte gegenprüfen.

Formelhilfe direkt am Parameter

Ab sofort ist die Formelhilfe in die Stammdatenpflege des Filtertests eingebaut. Zu jedem betroffenen Feld erscheint ein Tooltip mit der zugrunde liegenden Formel und den verwendeten Variablen. Wer den vollständigen Rechenweg sehen möchte, öffnet ihn über einen Button in einem eigenen Fenster – mit allen Formeln im Zusammenhang statt einzeln verteilt. Die Anzeige steht in allen Sprachen der Anwendung zur Verfügung.

Welche Rechenwege hinterlegt sind

Abgedeckt sind die Größen, die im Filterlecktest nach ISO 14644-3 tatsächlich berechnet werden müssen:

  • Rohluftkonzentration: Die vor dem Filter eingebrachte Prüfaerosolkonzentration als Bezugsgröße für jede Durchlassbewertung – inklusive der Berücksichtigung der eingesetzten Verdünnungsstufe.
  • Festlegung der Scangeschwindigkeit: Die maximale Geschwindigkeit, mit der die Sonde über die Filterfläche geführt werden darf, damit ein Leck der zulässigen Größe sicher erkannt wird. Sie hängt von Sondenfläche, Probenvolumenstrom und dem geforderten Nachweisniveau ab.
  • Zulässige Durchlassrate: Der Grenzwert, ab dem eine Stelle als Leck gilt – abgeleitet aus der Rohluftkonzentration und der Filterklasse.
  • Verdünnungsstufe: Der Faktor, mit dem die gemessene Konzentration auf den tatsächlichen Wert zurückgerechnet wird, wenn oberhalb des Messbereichs des Partikelzählers gearbeitet wird.

Weniger Rückfragen, schnellere Einarbeitung

Der praktische Nutzen zeigt sich vor allem bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen und bei Audits: Die Frage „Wie kommt dieser Grenzwert zustande?" lässt sich unmittelbar am Bildschirm beantworten, ohne dass jemand die Spezifikation heraussuchen muss. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass ein Parameter mit einer falschen Annahme gepflegt wird.

Transparente Formeln sind kein Komfort – sie sind Teil der Datenintegrität!