Die Überströmungsmessung – in der Praxis meist als Rauchtest durchgeführt – ist ein zentraler Baustein jeder Reinraumqualifizierung und Contamination Control Strategy. Sie visualisiert, in welche Richtung Luft zwischen zwei Bereichen strömt, und belegt damit, dass Druckstufen, Schleusenkonzepte und Barrieren tatsächlich so wirken wie geplant. Ziel ist es, Kontaminationen zuverlässig von kritischen Produkt- und Arbeitsbereichen wegzuführen – eine zentrale Forderung des GMP Annex 1 sowie einschlägiger Reinraumnormen.
Bislang konnten Prüfer in Moqlero das Ergebnis einer Überströmungsmessung gegen zwei bewertende sowie ein rein informatives Kriterium abgleichen:
Mit „Reine Überströmung" wird ausschließlich eine eindeutig in die geprüfte Richtung verlaufende Luftströmung als bestanden gewertet. Eine stehende Luftsäule oder eine Gegenströmung führt zum Fail – selbst dann, wenn keine aktive Rückströmung in den kritischen Bereich beobachtet wird. Damit deckt Moqlero jetzt auch solche Schutzkonzepte sauber ab, die eine kontinuierliche, gerichtete Luftbewegung zwingend voraussetzen – typischerweise an hochkritischen Übergängen wie RABS/Isolatoren, aseptischen Abfülllinien oder Schleusen in Grad-A- und Grad-B-Zonen.
Mit dem vierten Akzeptanzkriterium lässt sich der tatsächliche Schutzanspruch einer Messstelle noch präziser abbilden – ohne Kompromisse und ohne manuelle Nachbewertung. Qualitätssicherung, Validierung und Produktion können pro Messpunkt exakt das Kriterium wählen, das zum jeweiligen Containment-Konzept passt: Informativ, tolerant, invertiert oder strikt. Das Ergebnis: Strengere, GMP-Annex-1-konforme Bewertungen dort, wo sie nötig sind – und weiterhin pragmatische Bewertungen, wo sie ausreichen. Alle Varianten fließen automatisch in den signierten Rauchtest-Report ein und sind jederzeit audit-ready.
Mit „Reine Überströmung" wird die digitale Überströmungsdokumentation in Moqlero noch flexibler und gleichzeitig noch präziser – perfekt abgestimmt auf die wachsenden Anforderungen des GMP Annex 1.